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Abnehmen mit der hCG-Diät – Hintergründe, Chancen und Risiken


Als hocheffektives Konzept zur Gewichtsreduktion soll die hCG-Diät gegen hartnäckige Fettpolster wahre Wunder wirken. Unter vorrangig weiblichen Hollywoodstars seit Jahrzehnten als Beauty-Geheimnis bekannt, ist sie unter Medizinern jedoch umstritten, da sie einerseits als Radikaldiät gilt, andererseits in den Hormonhaushalt eingreift. Obwohl ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist, kann Abnehmen mit der hCG-Diät durchaus erfolgreich sein. Dies ist Medizinern zufolge allerdings eher auf die beschränkte Kalorienzufuhr als die Wirkung der Hormone zurückzuführen.

 

Hintergründe und Chancen der hCG-Diät

Viele Menschen, die abnehmen möchten, kennen das Problem: trotz konsequenter Ernährungsumstellung, regelmäßigem Training und Kalorienzählen wollen die überflüssigen Pfunde an Problemzonen wie Bauch, Hüften oder Oberschenkeln einfach nicht verschwinden. Die hCG-Diät, die bereits in den frühen Sechzigerjahren von dem britischen Arzt Dr. Simeons entwickelt wurde, soll diesen hartnäckigen Fettpolstern zu Leibe rücken, indem sie dem Körper Hormone zuführt und damit dessen Stoffwechselprozesse zugunsten einer gesteigerten Fettverbrennung verändert. Im Zentrum der Diät steht das namensgebende hCG oder humane Choriongonadotropin, ein Schwangerschaftshormon, das von der Plazenta gebildet wird und sicherstellt, dass das Ungeborene auch bei beschränkter Nahrungszufuhr der Mutter mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt wird. HCG bewirkt im Körper der Schwangeren, dass im Falle einer Unterernährung auf die Fettdepots zurückgegriffen wird. Genau dieser hormonelle Prozess ist Grundlage der hCG-Diät. In der ursprünglichen, von Dr. Simeons entwickelten Form der Diät wird das Gonadotropin in die Haut injiziert. Gleichzeitig werden dem Körper mehrere Wochen lang täglich nur 500 Kalorien in Form von Obst, Gemüse und in geringen Mengen magerem tierischem Eiweiß zugeführt. Die Hormongaben sollen den Hypothalamus stimulieren und einen schnellen Abbau des abnormalen Fettgewebes an den Problemzonen ermöglichen. Viele Menschen, die die Diät erfolgreich durchgeführt haben, berichten zudem von folgenden positiven Nebenwirkungen der hCG-Gaben:

  • kein Heißhunger, nach Beendigung der Diät normalisiertes Appetitgefühl
  • Formung und Straffung der Körperkonturen
  • kein Abbau von Muskelgewebe
  • verbessertes Hautbild
  • psychische Ausgeglichenheit, positivere Stimmungslage
  • gesunder und erholsamer Schlaf, dadurch erhöhte Konzentrationsfähigkeit
  • deutlich bessere Cholesterin- und Schilddrüsenwerte

 

Kritik an der hCG-Diät

Während zahlreiche positive Erfahrungen für einen deutlichen Erfolg dieser hormonellen Abnehmkur sprechen, wird die hCG-Diät gegen hartnäckige Fettpolster bereits seit den Sechzigerjahren von Medizinern und Heilpraktikern immer wieder heftig kritisiert. Dies liegt in erster Linie an der Tatsache, dass es sich bei einer täglichen Zufuhr von nur 500 Kalorien über mehrere Wochen um eine Radikaldiät handelt, die mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Zu bedenken geben Mediziner außerdem, das hCG im weiblichen Körper auf natürliche Weise gebildet wird. Vom Organismus nicht benötigte Gaben greifen in die komplexen Prozesse des Hormonstoffwechsels ein und können zu unterschiedlichen Nebenwirkungen führen. Bei Frauen steigt durch hCG-Injektionen das Risiko für Thrombosen, Eierstockzysten, Zyklusstörungen und Brustkrebs. Bei Männern können unnatürliche hCG-Gaben mitunter zum Wachstum von Brüsten, Thrombosen sowie zu einer verminderten Spermienproduktion führen.

 

Tropfen als Alternative zu Hormoninjektionen

Das humane Choriongonadotropin findet in der Medizin Verwendung und kommt unter anderem bei Kryptorchismus (Hodenanomalien bei Jungen) und Fruchtbarkeitsbehandlungen von Frauen mit Kinderwunsch zum Einsatz. Aufgrund der oben genannten Nebenwirkungen ist hCG jedoch in Deutschland zur Gewichtsreduktion nicht zugelassen und wird daher nicht verschrieben. Seit einigen Jahren setzt sich der Trend, statt Injektionen hCG-Tropfen oder Globuli einzunehmen, immer mehr durch. Bei den Präparaten, die ausschließlich im Internet verkauft werden, handelt es sich nicht um das Hormon, sondern um homöopathische Mischungen, die den Botenstoff des hCG enthalten und daher die gleiche Wirkung auf den Hypothalamus entfalten sollen. Viele Anbieter im Internet verkaufen Sets, die neben den homöopathischen Präparaten auch Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen enthalten, damit das Abnehmen mit der hCG-Diät nicht zu einer Nährstoffunterversorgung des Körpers führt. Da bei jeder Radikaldiät im Gewebe eingelagerte Gift- und Schlackenstoffe freigesetzt werden, sollten Menschen, die die hCG-Diät durchführen möchten, auch Präparate mit Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien einnehmen, um die Zellen zu schützen und den Abbau der Toxine zu begünstigen. Die frei verkäuflichen hCG-Tropfen und begleitenden Präparate werden allerdings keinen Qualitätsprüfungen durch offizielle Behörden unterzogen. Daher besteht immer das Risiko, dass sie gesundheitsschädigende Substanzen enthalten. Wer mit der hCG-Diät abnehmen möchte, ohne die eigene Gesundheit zu gefährden, sollte darauf achten, die Präparate von einem seriösen Anbieter zu beziehen und sich im Vorfeld genau über dessen Firmensitz und die Erfahrungen anderer Käufer informieren.

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